Grundschule Arnsdorf

Leistungszeitraum: 2008 – 2011
Leistungsphasen: 2 – 8
Anlagengruppen: 1 – 5, 8
Baukosten KG 400: 707.624,00 €
Gesamtbaukosten: 2,8 Mio. €
BGF: 2.264 m²

 

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Das um 1904 errichtete und in den Jahren 1910 (Erweiterung Westseite) und 1949 (Anbau Ostflügel und Westflügel) erweiterte und unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde grundlegend saniert.

Das Erdgeschoss erhielt Gruppenräume für den Hort, Garderoben, Sanitärräume und Nebenräume. Im Obergeschoss wurden Unterrichtsräume vorgesehen sowie ebenfalls Garderoben, Sanitärräume und Nebenräume. Im Dachgeschoss befinden sich Büroräume für Schulleiter und Stellvertreter, das Lehrerzimmer, das Fachkabinett EDV sowie die Bibliothek.

Im Zuge dieser Planung wurden Vergleichsrechnungen als Entscheidungshilfe für die Art der Beheizung des Gebäudes, den Einsatz einer Lüftungsanlage, die tageslichtabhängige Lichtregelung sowie die Zonenregelung der Heizung durchgeführt.

Es wurde eine Pelletkesselanlage als Doppelkesselanlage zur Verfeuerung von Holzpellets errichtet. Die Heizzentrale befindet sich im Untergeschoss, ebenso das Pelletlager mit vollautomatischer Beschickung der Kesselanlagen. Die Kesselanlage versorgt den Heizungshauptverteiler in der Heizzentrale, von dem aus die jeweiligen Heizkreise aus versorgt werden. Die Versorgungs-leitungen im Kellergeschoss wurden bis zu den Anbindepunkten für die vertikalen verlegt.
Die vertikalen Steigleitungen befinden sich hinter bauseitigen Abkofferungen oder in raumhohen Trockenbau-Vorwänden.
Die Heizkörperanschlüsse in den Gruppen- und Untrrichtsräumen erfolgt über in einer Sockelleiste verlegte Verteilleitungen, in den übrigen Bereichen direkt von unten durch die Decke. Die Heizwasserpumpen der einzelnen Kreise erhielten differenzdruck-gesteuerte, stufenlos drehzahlgeregelte Förderpumpen. Alle Heizkörper in Schülerbereichen sind mit einem Wärmetauscher und einer Verkleidung aus Stahlblech ausgeführt. In allen Unterrichts- und Gruppenräumen wurde jeweils eine Zonenregelung aufgebaut.

Trinkwasseranlagen:

Nach der Hauseinführung wurden ein manuell rückspülbarer Filter und Absperrarmaturen in die Trinkwasserleitung installiert. Steig- und Verteilleitungen wurden mit Rohrmaterial Edelstahl ausgeführt. Die Warmwasserbereitung erfolgt dezentral mit Einzel-Untertisch-Durchlauferhitzern bzw. Kleinspeichern. In Unterrichtsräumen erfolgte die Montage von Schulwaschbecken.

Schmutzwasseranlagen:

Das anfallende Schmutzwasser wird getrennt vom Niederschlagswasser gesammelt und abgeleitet. Die Übergabe des im Gebäude gesammelten Schmutzwassers erfolgt im Keller an der Gebäudeaußenwand. Die Ableitung von über der Rückstauebene anfallendem Schmutzwasser erfolgt mittels Freispiegelentwässerung. Für die Entwässerung von Räumen unterhalb der Rückstauebene sind automatisch arbeitende Doppel-Hebeanlagen ausgeführt.

Lüftung:

Das zentrale Lüftungsgerät mit Hochleistungs-Wärmerückgewinnung für die Be- und Entlüftung der Unterrichts- und Gruppenräume wurde im Kellergeschoss im Technikraum aufgestellt. Es handelt sich um ein Kompakt-Lüftungsgerät mit Rotationswärmetauscher, intergrierter Regelung und nachgeschaltetem PWW-Heizregister. Außenluft und Fortluft werden über Dach geführt.
Zu- und Abluft werden über Steigkanäle vom KG in die Geschosse verteilt. Die horizontale Verteilung in den Geschossen erfolgt weitgehend über Kanäle im Bereich des Flures und von dort über Abzweige in die jeweiligen Räume.
Die Belüftung der Unterrichts- und Gruppenräume erfolgt bedarfsgesteuert. Je Raum sind zuluft- und abluftseitig variable Volumenstromregler mit nachgeschalteten Rohrschalldämpfern vorgesehen, welche die Luftmenge von Grund- auf Bedarfslüftung umschalten. Das Signal hierfür kommt von der GLT, welche mit den Präsenzmeldern (Elektro) im Raum gekoppelt sind. Die Zulufteinbringung bzw. Abluftabsaugung erfolgt zugfrei über Deckenauslässe, welche in die Gipskartondecke der Räume eingebaut sind.

Beleuchtung:

Die Steuerung der Beleuchtung in den Klassenräumen erfolgt anwesenheits- und tageslichtabhängig. Diese Steuerung kann jedoch für die Zeit des Unterrichts örtlich deaktiviert werden und die Beleuchtungsstärke an die aktuelle Situation angepasst werden. In den innenliegenden Fluren wird die Grundbeleuchtung über ein Zeitprogramm aktiviert, eine zusätzliche Beleuchtung wird über örtliche Taster als Treppenlichtfunktion geschaltet.
In WC-Bereichen und dem Treppenhaus erfolgt die Lichtsteuerung über Präsenzmelder. Das Gebäude wird durch eine Einbruchmeldeanlage überwacht, mit der Scharfschaltung wird für die Beleuchtung ein Zentral Aus Befehl aktiviert sowie die Sicherheits-beleuchtungsanlage ausgeschalten.
Für notwendige Flure und Treppenhäuser wurde eine Sicherheitsbeleuchtung vorgesehen, dafür sind in Leuchten der Allgemeinbeleuchtung Notlichtbausteine integriert. Die Kennzeichnung der Rettungswege erfolgt mittels Hinweisleuchten. Die Zentrale der Sicherheitsbeleuchtung wird im Kellergeschoss untergebracht. Da die Schule mit einer Einbruchmeldeanlage ausgestattet ist, wird die Sicherheitsbeleuchtung mit deren Aktivierung ausgeschalten.

Hausalarmierung:

Entsprechend der Schulbaurichtlinie ist die Schule mit einer Hausalarmierung ausgestattet worden. Die Auslösung der Alarmierung erfolgt über nichtautomatische Melder je Geschoss an den Zugängen zu den Treppenräumen sowie an den Ausgängen des Gebäudes ins Freie. Zusätzlich wurden in bestimmten Bereichen, notwendige Flure und Standort der Zentrale, automatische Melder angeordnet.
Die Alarmierung erfolgt über akustische Signalgeber, das Signal unterscheidet sich eindeutig vom Pausensignal. Die Alarmierung läuft auf eine während des Betriebes des Gebäudes ständig besetzte Stelle auf, die dann die Feuerwehr alarmiert. Die Zentrale der Hausalarmanlage ist im Sekretariat in einem Umschrank untergebracht.

Im PC-Gruppenraum wurde im Deckenbereich ein Beameranschluss vorgesehen, es wurde eine geschaltete Steckdose mit Nachlauf für die Lüfterfunktion installiert. Die Bild- und Tonsignale können über einen VGA- bzw. HMNI-Anschluss im Bereich des Lehrerarbeitsplatzes zum Beamer übertragen werden.