Siemens Technopark Berlin – Haus 1

Zeitraum Planung:
Leistungsphasen:
Anlagengruppen:
Baukosten KG 400:
Baukosten gesamt:
BGF:
Gewerbe:
Wohneinheiten:
Tiefgarage:
Zeitraum Bauüberwachung:

Historie:

 

Das Wernerwerk II wurde 1914 bis 1928 nach den Plänen von Karl Janisch gebaut. Ursprünglich war eine Anlage mit insgesamt 12 Innenhöfen (3×4) geplant. Es wurden jedoch nur 7 Höfe errichtet, von denen heute noch 3 Höfe vorhanden sind. Die äußeren Abmessungen der vorhandenen Bausubstanz betragen ca. 102 x 80 m. Das Wernerwerk beherbergte ein Heizwerk, dessen Schornstein in einem ca. 70 m hohen Turmbau eingebaut wurde. Der Turm wurde 1916/18 errichtet und steht heute mit seiner elektrischen Turmuhr als Wahrzeichen und Orientierungspunkt in Siemensstadt unter Denkmalschutz.


Bauweise:

 

Die fünfgeschossige Gebäudeanlage ist als Stahlskelettbau in Mischbauweise errichtet worden.

Die Stahlträger-Betonvoutendecken werden außen von massiven Pfeilern aus Klinkermauerwerk und innen als Stahlstützen getragen. Die Außenwände und Bodenplatte im Kellergeschoss wurden aus Stahlbeton als schwarze Wanne hergestellt.

Die Geschosshöhen betragen:

4,70 m im EG (= 2. Flur)

4,10 m im KG, 1. bis 3. OG (= 1. Flur, 3. bis 5. Flur)

3,90 m im 4. OG ( = 6. Flur)

3,50 m im 5. OG (= 7. Flur)

Die Sanierung und Restrukturierung Haus 1/Bauteil C und D umfasst somit eine Gesamtfläche von ca. 9.000 m².

 

Nutzung:

 

Das Gebäude wurde als Produktionsstätte genutzt. Die Produktionsflächen liegen in den ost-west-gerichteten Längstrakten, die Treppenhäuser und Nebenräume befinden sich in den kurzen schmalen Quertrakten. Es ist geplant, das Gebäude zukünftig als Büro- und Verwaltungsgebäude zu nutzen. Im 1. Flur werden Lager- und gewerbliche Flächen angeboten.

 

Baumaßnahmen:

 

Das Gebäude ist vollständig entkernt. Vorhandene Substanzschäden werden beseitigt, die Ursachen behoben. Es werden Maßnahmen zur Verbesserung des vorbeugenden Brandschutzes ausgeführt. Die Verkehrswege werden einschl. Aufzüge neu strukturiert. Die zentralen Technischen Betriebsräume werden zum Teil erneuert.

Die WC-Anlagen und Teeküchenbereiche werden neu geordnet.

Der Ausbau der Obergeschosse besteht aus neuem Innenputz. Deckenabkofferungen und Metalldeckensegel, Einbau von Doppel- bzw. Funktionsböden mit textilen Oberbodenbelägen, Flur- und Raumtrennwänden aus Gipskarton mit Objekttüren aus Holz mit Oberlicht und Stahlzarge.

 

Technische Gebäudeausrüstung:

 

In den Gebäudeteilen C und D wird eine komplett neue Heizungs- und Sanitärinstallation mit einer vertikalen Erschließung der Bauteile in neu zu errichtenden TGA-Installationsschächten erstellt.

Hinsichtlich den klimatischen Anforderungen, welche an ein modernes Büro- und Verwaltungsgebäudes gestellt werden, wurde ein Klimatisierungskonzept entwickelt, welche sowohl dem Nutzer als auch dem Bauherren eine flexible Gestaltung hinsichtlich der Vermietung und Verbrauchskostenerfassung ermöglicht. Die Kälteanlage wird als eine moderne luftgekühlte Kompressor-Wärmetauscher Außeneinheit in einer Modulbauweise, je nach Ausbaustufe und Kühlleistung, auf dem Flachdach errichtet.

Die gesamte Kälterohrleitungen aus Kupferrohr und die Kondensatleitungen werden bereits im Grundausbau vorgerichtet, sodass während des Mieterausbaus bzw. auch zu einem späteren Zeitpunkt die Inneneinheiten ohne bauliche Umbauaufwendungen installiert werden können. Ein Computer gestütztes Gebäude-Management System bietet neben einer zentralen Steuerung und Verwaltung von einzelnen oder in Gruppen bzw. in Zonen zusammengefassten Inneneinheiten auch eine Erfassung und Aufzeichnung der durch die Klimaanlage verbrauchten Energiekosten je Inneneinheit.

Nachrüstung Kältetechnik Haus 1 / Bauteil A und B

 

Die Geschossfläche beträgt ca. 750 m² je Geschoss und Bauteil.

Die Nachrüstung der Kältetechnik für einen Mieter im Haus 1 / Bauteil A und B umfasst eine Gesamtfläche von ca. 5.000 m², die Vorhaltung im 5. bis 7. Flur des Bauteil A und B umfasst eine Fläche 4.500 m².

Für die Nachrüstung der Klimatechnik im 2. bis 4. Flur und die Vorhaltung des Rohrnetzes für eine spätere Nachrüstung im 5. bis 7. Flures wurde ein Klimatisierungskonzept entwickelt, welche sowohl dem Nutzer als auch dem Bauherrn eine flexible Gestaltung hinsichtlich der Vermietung und Verbrauchskostenerfassung ermöglicht.

Die Kälteanlage wird als eine moderne luftgekühlte Kompressor-Wärmetauscher Außeneinheit in einer Modulbauweise, je nach Ausbaustufe und Kühlleistung, auf dem Flachdach errichtet. Die gesamten Kälterohrleitungen aus Kupferrohr wurde bei der Sanierung und Restrukturierung des Bauteils C und D vorgehalten bzw. installiert, so dass die baulichen Aufwendungen in den vermieteten Bereichen auf ein vertretbares Minimum reduziert wurden und auch die derzeit nicht zu klimatisierenden Bereiche des 5. bis 7. Flures auch zu einem späteren Zeitpunkt die Inneneinheiten ohne große bauliche Bauaufwendungen installiert werden können. Das Computer gestütztes Gebäude-Management System aus Bauteil C und D, welches neben einer zentralen Steuerung und Verwaltung von einzelnen oder in Gruppen bzw. in Zonen zusammengefassten Inneneinheiten auch eine Erfassung und Aufzeichnung der durch die Klimaanlage verbrauchten Energiekosten je Inneneinheit ermöglicht, wird auch auf Bauteil A und B angewandt und kann jederzeit auf die Bauteile C und D und E erweitert werden.